Kumsal Oto Lastik

Ratgeber

Was tun bei einem Reifenplatzer?

Was Sie in den ersten drei Sekunden tun, entscheidet: nicht bremsen.

Die ersten drei Sekunden

Bei einem Reifenplatzer zieht das Fahrzeug zur beschädigten Seite. Reflexartiges Bremsen ist die gefährlichste Reaktion — das Gewicht verlagert sich nach vorn und das Auto bricht aus. Machen Sie das Gegenteil: Lenkrad mit beiden Händen festhalten, vom Gas gehen und das Fahrzeug ausrollen lassen. Keine ruckartige Lenkkorrektur.

Nach dem Anhalten

So weit wie möglich nach rechts auf den Standstreifen. Warnblinkanlage einschalten. Vor dem Aussteigen in den Spiegel schauen und möglichst rechts aussteigen. Warndreieck innerorts 30 Meter, außerorts 150 Meter zurück aufstellen. Mitfahrer warten hinter der Leitplanke, nicht im Auto — auf der Autobahn ist Sitzenbleiben die riskanteste Wahl.

Wenn kein Ersatzrad da ist

Die meisten Neuwagen haben statt eines Ersatzrads ein Pannenset, und das dichtet nur kleine Löcher ab; bei einem Flankenriss oder größeren Schnitt hilft es nicht. Fahren Sie nicht weiter: Die Felge nimmt Schaden und der Reifen löst sich nach wenigen hundert Metern völlig auf. Dann muss jemand zu Ihnen kommen.

Was Sie am Telefon sagen sollten

Sie brauchen keine Adresse — die Straße, der Kilometerstand oder das nächste Schild genügen. Nennen Sie das Fahrzeug und, wenn Sie sie lesen können, die Reifengröße; dann kommen wir mit dem passenden Reifen und es ist in einer Fahrt erledigt.

Das machen wir

Reifenreparatur

Ein Loch durch Nagel, Schraube oder kleinen Schnitt lässt sich meist reparieren, ohne den Reifen zu tauschen. Bei Schäden an der Flanke ist eine Reparatur nicht sicher — das sagen wir offen.